Zoologie / Rund um das Sikawild / Einbürgerungen
Geschichte der Einbürgerungen
 
 
Ernst Eick (1990)
 
 
Seitdem der Mensch die Welt für sich erschloss, hat er Pflanzen und Tiere bewusst verfrachtet oder auch bei seinen Reisen rein zufällig verschleppt und durch Zucht nach seinen Vorstellungen manipuliert. Die Römer brachten im Altertum die Weinrebe nach Norden, Damwild nach Spanien, England und Deutschland, und Alexander der Große ließ vermutlich den Pfau von Indien nach Griechenland kommen. Normannen führten um 1244 n. Chr. Schalenwild in Irland ein (HARRINGTON 1980). Für die Jagd und als "Fleischreserve" hielt man an Fürstenhöfen Wild in Tiergärten und Wildparks, richtete Rotwild als Reit- und Zugtier ab, züchtete im Mittelalter an einigen Höfen weißes Rotwild (NIETHAMMER 1963).
 
Verglichen mit heute waren die Verkehrswege und Transportmöglichkeiten damals eher bescheiden zu nennen, obgleich die Römer schon um 100 n.Chr. in Europa, Asien und Afrika über 80.000 km Straßen und Wege verfügten. Einfacher konnten größere Entfernungen über den Wasserweg bewältigt werden. So gründeten Araber 878 n. Chr. Handelsniederlassungen in China. Und auch von den Wikingern ist bekannt, welche Entfernungen mit relativ kleinen Schiffen bewältigt werden konnten. In Ostasien, mit weit in das Binnenland hineinreichenden schiffbaren Flusssystemen und zahlreichen, dem Kontinent wie Trittsteine vor gelagerten Inseln, herrschten für weite Schiffstransporte ungleich günstigere Bedingungen als in Europa. Heute, im Zeitalter des Luftverkehrs, sind Ferntrans­porte nur noch eine finanzielle Frage. Die Liste der Pflanzen- und Tierarten, die im Laufe der Jahrtausende verfrachtet, verschleppt, eingekreuzt wurden, ist lang und unvollständig.
 
Die Mitnahme heimischer Tiere und Pflanzen bei Expeditionen und ihre Auswilderung in entdeckten Gebieten hatte meist praktische Gründe, die Einfuhr fremder zusätzlich die Freude am Besonderen, am Exotischen. Ein Blick in Parks, Friedhöfe, Vorgärten, Hofumpflanzungen, Wildparks zeigt, dass sich daran bis heute grundsätzlich nichts geändert hat.
 
In der zweiten Hälfte des 19ten, bis hinein ins 20.Jahrhundert wurde Westeuropa, besonders die Britischen Inseln, von einer Einbürgerungswelle fremder, meist exotischer Tiere und Pflanzen überrollt. Zahlreiche zoologische und botanische Gärten entstanden. Es war die Zeit "... in der die Tierpflege in Deutschland mit dem wissenschaftlichen Interesse an ausländischen Wildarten Hand in Hand ging und sich zur höchsten Blüte entfaltete..." (KOENIG 1922). In Westeuropa wurde diese Einbürgerungswelle von so genannten Akklimatisations-Gesellschaften gefördert und finanziell unterstützt.
 
Den meisten Einbürgerungsversuchen war ein Misserfolg beschieden. Es mangelte an Erfahrungen und an Kenntnissen der Biotopansprüche und Verhaltensweisen der Immigranten. Erfolge waren nur dort zu verzeichnen, wo, wohl rein zufällig, die Lebensbedingungen in der neuen Heimat mit denen des Herkunftlandes gleich oder besser waren. Nach diesen Fehlschlägen lösten sich die meisten Akklimatisations-Gesellschaften Anfang des 20.Jahrhunderts wieder auf. Heute zeugen in Europa z.B. noch einige alte, meist nordamerikanische Baumarten, Rhododendronwälder, Signalkrebs, Regenbogenforelle, Muntjak, Wasserreh, Bisam, Nutria, Waschbär und Sikawild von den wenigen geglückten Versuchen.
 
Die Ansiedlung fremder Pflanzen- und Tierarten blieb natürlich nicht ohne Widerspruch. Man sprach von "Verschlimm­besserung" der Natur, von Floren- und Faunenfälschung. Sicherlich berechtigte Einwände, wenn fremde Arten dort angesiedelt wurden, wo die heimische Natur noch intakt war, wo einheimische Arten verdrängt oder Krankheiten übertragen werden konnten. Bekannte Beispiele für Europa sind z.B. die Wasserpest, Robinie, Traubenkirsche, Waschbär und Grauhörnchen, für Australien das Kaninchen und für Neuseeland das Raubwild.
 
Nun lassen sich diese gut gemeinten und aus den verschie­densten Motiven erfolgten Einbürgerungen nicht einfach mit Spielereien abtun. Das 19.Jahrhundert war die Zeit der großen und schnellen Veränderungen. Namentlich in Europa hatten Kriege und Industrialisierung die Landschaft verändert. Es entstanden Ballungsräume, deren Menschen ernährt werden mussten und jeder der oft verfeindeten europäischen Staaten versuchte, die Lebensgrundlagen seiner Bürger innerhalb der eigenen Staatsgrenzen sicherzustellen. Demzufolge war in der Landwirtschaft eine Maximierung der Produktion angesagt. Städte-, Eisenbahn- und Straßenbau, Industrieanlagen, Braunkohleabbau, Abtorfung von Mooren, Begradigung von Wasserläufen und Rodungen veränderten die Landschaften, der Übergang zur Großflächenwirtschaft zerstörte reich gegliederte Kleinbiotope. Agrochemie und Mechanisierung führten im Jahreslauf zu schnellen Veränderungen der Lebensräume.
 
Holz, bisher Energiequelle, wurde zum Mittler für die effektivere, in großen Mengen benötigte Energie Kohle mit der Konsequenz, dass Laubwälder in Nadelholzplantagen umgewandelt werden mussten. Viele einheimische Tierarten konnten sich den veränderten Lebensbedingungen nicht anpassen, sie verschwanden.
 
Die Wildbestände, besonders die des Schalenwildes hatten durch Kriege, Revolutionen und unkontrollierte Jagd sehr gelitten, waren in großen Gebieten vernichtet. Rotwild, selbst Rehwild war großräumig ausgerottet. In dieser Situation ist es verständlich, dass man sich in der Welt nach "passenden" Pflanzen- und Tierarten umsah, um eine veränderte Landschaft wieder mit neuem Leben zu erfüllen. Land- und Forstwirtschaft suchten nach anspruchslosen, schnell wachsenden Pflanzen, der Jäger nach Ersatz für verschwundene Wildarten.
 
In Asien, soeben unter europäischen Einfluss gekommen, entdeckte man das Sikawild. Dieser kleinräumig lebende, anspruchslose, kleine Hirsch sollte verschwundenes Rotwild ersetzen, ein Rehwildrevier um einen Hirsch bereichern, die Parforcejagd interessanter gestalten oder zur Zierde eines Parks werden. Die Tatsache, dass die importierten Tiere verschiedenen Unterarten angehören könnten, war wohl zu der Zeit noch nicht erkennbar, weil die meisten der heute unterschiedenen Unterarten gerade erst entdeckt und unter den verschiedensten Namen, es waren weit über 70, beschrieben und katalogisiert wurden. Mit anderen Worten: Zur Zeit der ersten Importe befand sich die Systematik der Sikas in einem ziemlich desolaten Zustand und war selbst für Zoologen unübersichtlich. Man unterschied deshalb nach der geographischen Herkunft meist nur den großen Dybowskihirsch (C.n.hortulorum/ C.pseudaxis dybowskii Tacz.) und den kleineren japanischen Sika. Erst nachdem GROVES u. SMEENK im Jahre 1998 die Liste der japanischen Unterarten und FELDHAMER 1980 die der übrigen von Synonymen bereinigt hatten, verblieben schließlich noch - einige waren inzwischen schon ausgerottet - 6 bis 14 Unterarten.
 
Dieser, aus zoologischer Sicht verwirrende Sachverhalt zur Zeit der ersten Verfrachtungen aus den natürlichen Verbreitungsgebieten ist auf die damalige politische Situation in Fernost und den unterschiedlichen Status des Sikawildes im chinesischen und japanischen Kulturkreis zurückzuführen.
 
Die fernöstlichen Staaten im Verbreitungsgebiet des Sikawildes befanden sich über Jahrhunderte in einer strengen Selbstisolation, die Kontakte mit dem westlichen Ausland fast völlig unterband. Im Jahre 1842 wurde die Selbstisolation Chinas und 1854 die Japans durch westliche Mächte gewaltsam beendet. Häfen mussten für den Handel mit dem Westen geöffnet werden, China verlor 1860 das Ussuri-Gebiet an Russland. Erst nach Aufhebung der Selbstblockade konnten Europäer direkte Kontakte im fernen Osten aufbauen und hatten später überhaupt erst die Möglichkeit, die fernöstliche Natur zu erforschen und Pflanzen und Tiere nach westlichen Systemen zu katalogisieren. Das geht auch aus den Daten der meisten Erstbeschreibungen hervor: Im Jahre 1860 wurden der in Taiwan lebende C. n. taiouanus beschrieben, 1864 vom Kontinent C. n. hortulorum, C. n. mantschuricus und C. n. grassianus und ab 1884 die in Japan lebenden Unterarten.
 
Erstbeschreibung sind Momentaufnahmen innerhalb der Evolution, in denen historische Einflüsse oft nicht entsprechend berücksichtigt werden können. Das Sikawild, dessen natürliches Verbreitungsgebiet im japanischen und chinesischen Kulturkreis liegt, hat in den beiden Kulturkreisen einen völlig unterschiedlichen Status, der dazu führte, dass die Art im Laufe der Geschichte verschiedenen tief greifenden anthropogenen Einflüssen unterworfen wurde. Das mag mit ein Grund für die Beschreibung der zahlreichen und vermeintlichen Unterarten sein. Es ist deshalb auch durchaus möglich, dass damals neben echten Unterarten auch Hybriden aus Unterarten- oder Artengemischen und Ökotypen beschrieben wurden.
 
In China ist Sikawild als Rohstofflieferant für Arzneimittel, besonders für Bastgeweihe, seit Jahrhunderten von wirtschaftlicher Bedeutung. Es wird deshalb nicht nur rücksichtslos bejagt, sondern auch seit langem gezüchtet (CHEN, 1991). Zucht führt zur Bevorzugung bestimmter Typen, Blutauffrischung aus anderen Regionen, Tausch mit anderen Parks, unter Umständen auch zur Einkreuzung anderer Arten. Im Laufe von mehreren 100 Jahren werden Gatter in Kriegen zerstört und Tiere aus Parks entkommen sein. In der freien Wildbahn können die Entwichenen mit den bodenständigen Populationen Mischbestände gebildet oder neue Ökotypen entwickelt haben. Im weiteren Bereich von Residenzen, Fürstenhöfen und Parks muss deshalb such in der freien Wildbahn mit einer größeren Variabilität der Formen gerechnet werden, die nicht unbedingt den ansässigen geographischen entsprechen müssen.
 
Im Ussuri-Gebiet, das bis 1860 zu China gehörte, waren die Wildbestände innerhalb weniger Jahrzehnte so dezimiert, dass die Jagd nicht mehr lohnte. Um das gute Geschäft, den Verkauf von Bastgeweihen mit den chinesischen Nachbarn aufrecht erhalten zu können, gründete man im Bereich von Wladiwostok, z.B. auf der Insel Askold und den Halbinseln Sidemy und Gamow, kommerziell betriebene Hirschfarmen zur Gewinnung von Bastgeweihen. Die Zuchten dieser Farmen basierten zwar auf C.n.hortulorum, es wurden aber auch versuchsweise C.can.xanthopygos eingekreuzt (FILIPEK 1932). Solche Kreuzungen sollen auch gelegentlich in der freien Wildbahn vorgekommen sein (HEPTNER 1966), wobei die Frage offen bleibt, ob solche Mesalliancen rein zufällig oder als Folge einer desolaten Sozialstruktur der rücksichtslos bejagten Sikahirsche zustande kamen. Diese Hybriden sind in der F2-Generation und später nicht mehr ohne weiteres zu erkennen (HARRINGTON 1974; BARTOS 1991).
 
Der Status des Sikawildes in Japan ist ein anderer. In der Zeit des Buddhismus wurde es als heiliges Tier in Tempelgärten gehalten. Diese Tradition hat sich bis heute erhalten. Das moderne Japan sieht im Sikawild eine nachwachsende Ressource und stellt es deshalb unter einen gewissen gesetzlichen Schutz.
 
Die Situation in Japan unterscheidet sich von den übrigen Verbreitungsgebieten im wesentlichen dadurch, dass keine Geweih orientierte Zucht stattfindet und dass in Japan außer dem Sikawild keine andere Cervidenart lebt. Artenkreuzungen in der freien Wildbahn können deshalb von vornherein ausgeschlossen werden, nicht dagegen aus Verfrachtungen oder entsprungenem Parkwild entstandene Ökotypen. Die Parkhaltung schließt natürlich nicht aus, dass z. B. zur Blutauffrischung andere Tiere eingekreuzt wurden und auf eine bestimmte Fellfärbung, Körpergröße oder Geweihform hingearbeitet wurde. Insgesamt gesehen entstanden aber dem Systematiker in Japan geringere Probleme als auf dem Kontinent.
 
Sikawild als Art wurde im Jahre 1836 und die Unterart C. n. nippon 1838 von TEMMINCK in Japan entdeckt und beschrieben. Die Tiere stammten aus dem Raum Nagasaki, von wo zur Zeit der Selbstisolation Handel mit Holland gestattet war. Erst 1864 wurden der auf Hokkaido lebende C. n. yesoensis und zwischen 1924 und 1950 die anderen japanischen Unterarten beschrieben, von denen einige Inselpopulationen auf ausgesetzte Tiere zurückgehen. Zur Zeit der ersten Exporte waren also nur zwei Unterarten bekannt.
 
Versetzt man sich in die Lage eines Systematikers, so stand er damals vor der Frage, ob es sich bei einem gerade auf einer Forschungsreise aus der fernöstlichen Wildbahn, von Zoos, Parks oder vom Handel angekauften Sika um eine neue Unterart, einen Hybriden, einen Ökotyp oder um ein verfrachtetes Exemplar handelte. Fragen, die kaum zu beantworten waren und deshalb zu einer verwirrenden Zahl von Erstbeschreibungen führten.
 
 
Importe und Verfrachtungen
 
Sikawild kam um 1860 nach Europa. Die ersten Importe gingen nach Irland in den Powerscourt-Park und nach England (HARRINGTON 1980; WHITEHEAD 1983). Weitere Einbürgerungen folgten 1875/1885 in Neuseeland, 1890 in Frankreich, 1891 in der Tschechoslowakei, 1893 in Deutschland, 1900 in Dänemark, 1905 in Polen, 1907 in Österreich, 1910 in Ungarn und 1916 in den USA. Die Daten der Erstimporte vermitteln einen Einduck der Aktivitäten der damaligen Akklimatisations-Gesell­schaften.
 
Die geographischen Herkünfte der nach Westeuropa geliefer­ten Sikas ist nur mangelhaft dokumentiert. Meist, wenn überhaupt, finden sich Angaben wie z.B.: aus Japan, China, der UdSSR stammend. Es gab zwar einige wenige Direktimporte, das Gros der Lieferungen ging aber über den Tierhandel. Für die Britischen Inseln wird meist der Londoner Tierhändler Jamrach genannt, für den Kontinent Hagenbeck, Stellingen.
 
Mit den sehr globalen Herkunftsangaben kann natürlich die Frage nach den eingeführten Unterarten nicht beantwortet werden. Selbst die zwei bekannten Direktimporte von Japan nach Großbritannien in den Pixton Park in Somerset im Jahre 1903 und in den Dawyck Park in Peebleshire im Jahre 1908 (WHITEHEAD 1983) wie auch Schenkungen des Japanischen Kaisers an Frankreich und Österreich (LEGRAND 1980; PRINZ REUSS briefl.) können aus einer oder mehreren der in Japan lebenden Unterarten bestanden haben.
 
Der Handel und auch viele zoologische Gärten unterschieden lediglich den großen Dybowski­hirsch von dem kleineren japanischen Hirsch ohne Unterscheidung weiterer Formen. ­Das ist zum Teil mit den noch nicht eindeutig definierten Unterarten zu begründen.
 
In Deutschland (HECK briefl.) und z.B. auf den Britischen Inseln hielt man Sikawild mischrassig. In Zoos und Tiergärten wurden nicht nur die Unterarten des Sikawildes gekreuzt, sondern man unternahm auch Kreuzungsversuche mit anderen Arten wie z.B. mit Axis, Schweinshirsch und Rotwild (GLOVER 1956; HECK briefl.). Die Hybriden waren fortpflanzungsfähig. Ohne Erfolg blieb dagegen eine Kreuzung Sika- mit Damwild im Augsburger Zoo (STEINBACHER,briefl.). Ob solche Hybridformen auch in die freie Wildbahn gelangt sind, ist nicht dokumentiert.
 
Für den Systematiker entstehen damit mehrere Probleme: Die importierten Tiere, die über den Handel von Fernost bezogen wurden - und das sind die meisten -, können reinrassige Formen, mischrassige, aber auch wenn sie aus China und Russland stammten, Hybriden aus Artenkreuzungen gewesen sein, von denen nur der Wohnort des Lieferanten, nicht aber der natürliche Lebensraum der importierten Tiere bekannt war. Mischhaltung und Kreuzungsversuche in den Importländern hatten zwangsläufig eine weitere Vermischung der Unterarten zur Folge. Mit Tieren von Zoos und Händlern wurden wiederum Parks oder die freie Wildbahn besetzt. Eine der Systematik entsprechende Zuordnung der Tiere ist deshalb nicht möglich.
 
Die meisten der heute in Westeuropa lebenden Populationen gehen auf japanische Unterarten zurück. Aufgrund damaligen politischen Situation in Fernost werden die Erstimporte, z.B. nach Irland, aus dem Raume Nagasaki Kyuschu stammen und wären demnach C.n.nippon zuzuordnen.
 
Von dort stammt auch der von TEMMINCK im Jahre 1836 beschriebene Lectotyp (GROVES u. SMEENK 1978).
 
Später wurde bevorzugt der weiter nördlich, im Gebiet von Nara auf Honschu lebende mittelgroße Sika nach Europa gebracht (HECK briefl.).
 
Auch das Wild, das 1890 im Gatter Centre Rambouillett (F) ausge­setzt wurde, soll von Nara stammen (LEGRAND 1980).
 
Vom fernöstlichen Kontinent wurden verhältnismäßig wenig Tiere nach Westeuropa und in die USA exportiert und als Reinbestand gehalten. Eigentlich verwunderlich, denn der Sikahirsch sollte in vielen Fällen den verschwundenen Rothirsch ersetzen, und da ähnelt der große Festlandsika vom Typ her weitaus mehr dem europäischen Rothirsch als die japanischen Formen.
 
Berichte über Importe der großen Rasse aus dem Amur-­Ussuri-Gebiet nach Westeuropa sind spärlich. Als Lieferanten werden oft Hirschparks auf der Insel Askold und den Halb­inseln Sidemy und Gamow genannt. Die Firma Carl Hagenbeck, Stellingen erhielt vor 1922 eine größere Lieferung Dybowski­wild (C.n.hortulorum/C.pseudaxis dybowskii Tacz.) von den Großen Schantar Inseln im Ochotskischen Meer (GLOVER 1955). Die Tiere wurden an verschiedene größere Tiergärten, u. a. an den Berliner Zoo (D) verkauft.
 
Kleinere Bestände dieser Rasse sollen noch im Bronx Zoo und der Catskill Game Farm (US) stehen (GLOVER 1955). Vom Berliner Zoo bezog wiederum KOENIG (1922) Wild für sein ehemaliges Gatter Blücherhof (D). Phäno­typisch gehören diese Tiere zu den großen Formen.
 
Im Museum Alexander Koenig in Bonn (D) werden von dieser, inzwischen verschwundenen Population ausgezeichnete Dermoplastiken und Geweihsammlungen aufbewahrt.
 
In Woburn Abbey (GB) hielt man in einem ca. 450 ha großen Park verschiedene Rassen, meist die großen Formen des Sika­wildes, gemeinsam mit anderen Cerviden. Obwohl sich die Un­terarten des Sikawildes vermutlich gekreuzt haben - darauf weisen, auch Farbvariationen hin - und Sikawild zeitweise mit asiatischem Wapiti gekreuzt wurde (WHITEHEAD 1983), gehören die Tiere phänotypisch zu den großen Formen.
 
Der ersten Einbürgerung in Neuseeland von drei Exemplaren aus dem Ussuri-Gebiet im Jahre 1875 (HALTENORTH 1963) durch die "Otago Acclimatisation Society" im Jahre 1885 (DAVISON 1990) war nur ein Anfangserfolg beschieden. Nachdem sich der Bestand anfänglich gut entwickelte, wurde das Wild vermutlich wieder ausgerottet. Eine weitere Einbürgerung im Jahre 1905 im Kaimanawa State Forest Park auf der Nordinsel mit Wild von Woburn Abbey (GB) verlief erfolgreich.
 
Der Frankfurter Zoo (D) bezog im Jahre 1929 Sikawild vom Tierhandel, und wie FAUST (briefl.) mitteilte, sollte es aus der Mandschurei stammen und gehört damit zu den großen Formen. Der Bestand wurde reinblütig gehalten. Am Gehege nennt ein Schild als Herkunftsort die Großen Schantar Inseln. Körpergröße, Färbung und Geweih ähneln den Tieren, die über den Berliner Zoo an KOENIG für sein Gatter Blücherhof (D) geliefert wurden.
 
In Russland ging die erste kleinere Verfrachtung vom Ussuri-Gebiet in den Steppenzoopark Askania-Nova im Jahre 1909 auf eine Privatinitiative des Friedrich v. Falz-Fein zurück. Die spätere UdSSR siedelte Sikawild im großem Stil in zwei Wellen von Osten nach Westen in Naturschutzgebiete, Hirschfarmen und Jagdwirtschaften um (ULOTH 1991). Mit diesen begrüßenswerten, aufwendigen Aktionen sollte einmal dem Sikawild, dessen Fortbestand in Fernost gefährdet war, in Naturschutzgebieten eine Überlebenschance gegeben werden. Dann ging es aber auch um die Steigerung der Produktion von Bastgeweihen in Farmen und schließlich um die Verbesserung der Jagd.
 
Bei der zweiten Übersiedlungsaktion nach dem 2.Weltkrieg in so genannte "Akklimatisationszonen" wurde ausschließlich die "Parkform" des "Festlandsikas" verfrachtet. Unter "Parkform" werden die Tiere zusammengefaßt, die ­aus Hirschzuchten und aus westlichen Naturschutzgebieten stammen.
 
Unter "Festlandsika" fasst ULOTH (1991) die am Ussuri noch in freier Wildbahn lebenden Sikas zusammen, weil die Verbreitungsge­biete von C. n. hortulorum (dybowskii) und C.n.mantschuricus aneinandergrenzen, so dass es sich bei diesen Tieren, wenn in diesem Raume tatsächlich zwei Rassen gelebt haben, vielleicht um eine Hybridform handeln könnte.
 
Dementsprechend bezeichnet er das Verbreitungsgebiet mit "Hybridzone". HEPTNER (1966) nennt dagegen für das Ussuri-Gebiet nur C.n.hortulorum und hält die Unterscheidung weiterer Unterarten in diesem Raum für nicht gerechtfertigt. Wie dem auch sei oder gewesen ist, Tiere, die bei dieser Aktion verfrachtet wurden, gehörten zu den großwüchsigen Typen. Sie können unter Umständen auch mit Isubra (C.e.xanthopygos) gekreuzt sein.
 
Importe aus China sind kaum dokumentiert. HECK (1941, briefl.) berichtet, dass "... in den letzten Jahren eine besondere Form, die in Südchina u. dem nördlichen Indochina beheimatet ist, öfter nach Europa gekommen ist." Nach der geographischen Herkunft könnte es sich um C. n. kopschi gehan­delt haben. Unbekannt ist aber, wohin sie verbracht wurden.
 
Bis 1914 war ein großer Typ mit weißem Kinn und weißer Kehle, den SWINHOE von einem unbekannten Tierhändler in Kinschou erstanden hatte, im Handel. Auch Hagenbeck soll einen großen, weißkehligen Hirsch 1907 an einen polnischen Adligen geliefert haben. Das natürliche Verbreitungsgebiet dieses Typs ist unbekannt (GLOVER 1956). Sikawild mit weißer Kehle lebt allerdings auch in Japan, so dass es sich vermutlich nicht um eine Rasse, sondern nur um eine Zuchtform oder Farbvariation gehandelt hat.
 
Erfolgreiche Einbürgerungen von Tierarten gehen in den meisten Fällen auf einen zahlenmäßig hohen Erstbesatz zurück. Anders beim Sikawild: Fast alle Sikakolonien in der freien Wildbahn - ausgenommen die der UdSSR - gehen auf weniger als zehn Tiere zurück.
 
Diese schmale genetische Basis könnte natürlich, besonders wenn mutante Tiere im Besatz vorhanden waren, zur Degeneration führen. Dieses Risiko wurde damals aber wohl überschätzt, denn es gibt Populationen, die auf unter zehn Besatztiere zurückgehen und ohne weitere Einkreuzungen nach einem Jahrhundert keinerlei Degenerationserscheinungen zeigen.
 
Jedenfalls kreuzte man zur Blutauffrischung Tiere ein, die phänotypisch zu den eigenen Bestände passten und vom Handel, Zoos oder Gehegen bezogen wurden. Dass dabei unter Umständen weitere Unterarten eingekreuzt werden konnten, wurde oft nicht berücksichtigt. So berichtet z.B. KOENIG (1922), ein Zoologe, der in seinem Wildgatter in Blücherhof, Mecklenburg (D) Dybowskiwild hielt: "... Da ich einige Jahre hintereinander die Kälber von den immer gleichen Muttertieren in Berlin erstand, wollte ich naturgemäß auch fremdes Blut zuführen und kaufte von Hagenbeck zu diesem Zwecke einen gut veranlagten Hirsch, der mir indessen wegen seiner bedeutend dunkleren Färbung im Winterhaar mehr dem Sikatypus anzuhören schien - eine Annahme, die sich jedoch als unberechtigt herausstellte." Anscheinend handelte es sich um zwei verschiedene Typen der großen Formen, die des Zoologen Zweifel an der Reinrassigkeit des Zukaufes auslösten.
 
Der Umfang der Verfrachtungen, Zukäufe und Einkreuzungen ist weitgehend in Dunkel gehüllt. WHITEHEAD (1983) berichtet, dass allein der Powerscourt Park (IR) etwa 30 Gehege belieferte. Vom Frankfurter Zoo erhielten in Deutschland die Tiergärten Nürnberg, Wuppertal, Dresden, Groß-Gerau, Erfurt, Berlin (West), Halle, Sager Heide, Dortmund, Landau und Ströhnen und in Kanada der Zoo Toronto Sikawild.
 
Es gab aber auch ästhetische und jagdliche Gründe für die Einkreuzungen. Die oft nicht einheitliche Färbung wie auch die verhältnismäßig kleine, meist acht endige Trophäe ent­sprach nicht immer den Vorstellungen der Parkbesitzer und Jäger. Das führte zwangsläufig zu einer an individuellen Gesichtspunkten oder, wie schon in Fernost, zu einer am Geweih orientierten Zucht.
 
Der erfolgreiche und bekannte englische Hirschzüchter WINANS erzielte z.B. durch Kreuzung groß- und kleinwüchsiger Sikarassen und Weiterzucht mit den Hybriden großwüchsige Tiere. Die Zucht mit Hybriden hatte ihm schon bei der Rotwildzucht einen großen Erfolg beschert: Kreuzungen zwischen Rotwild und Wapiti und weitere Kreuzungen der Hybriden mit dem Altaihirsch brachten ihm im Jahre 1913 für die stärkste Trophäe eine Goldmedaille (NIETHAMMER 1963). Diese Auszeichnung hatte einen Aufschwung der "Trophäenzucht" zur Folge, wobei der Sikahirsch natürlich nicht ausgenommen wurde.
 
In Woburn Abbey (GB) versuchte man, durch Kreuzung von C. n. hortulorum mit asiatischem Wapiti kapitalere Trophäen zu erzielen (WHITEHEAD 1983), in anderen Vorkommen durch Einkreuzung der größeren Formen in bestehende japanische Populationen. Diese Privatzuchten, die sich meist am Geweih oder an der Fellfärbung orientierten und heute noch betrieben werden, sind kaum dokumentiert. Erstaunlich ist, dass HECK (briefl.), immerhin ein bekannter Zoologe und Direktor des zoologischen Gartens München (D), schreibt, die Achterstufe würde von den japanischen Sikas nur ausnahmsweise überschritten, während bei Dybowskihirschen l0er und 12er nicht allzu selten sind. Nun gehören alle Sikas zur Achter­gruppe der Hirsche. HEPTNER (1966) und FILIPEK (1932) berichten von C. n. hortulorum auch nur von Achtergeweihen und nur ausnahmsweise von zehn Enden. Es könnte sein, dass bessere Biotope und selektive Auswahl mit der Büchse die Entwicklung der Geweihe verändert, oder HECK Hybriden beschrieben hat.
 
Heute gibt es nur wenige Bestände, deren ursprüngliche Blutlinie erhalten blieb, denen nicht im Laufe der Zeit geplant oder zufällig anderes Blut zugeführt wurde. Dazu gehören wahrscheinlich die Population in Killarney (IR) und Kobior (PL) mit C. n. nippon und die Tiere im Frankfurter Zoo (D) mit C. pseudaxis dybowskii Tacz. (C. n. hortulorum ?).
 
War die Identifikation von Taxa in Fernost schon mit Schwierigkeiten verbunden, in Westeuropa gingen nicht nur durch Zucht und Verfrachtung, sondern ebenso durch einen anderen Verlauf des Körperwachstums fast alle Orientierungs­möglichkeiten verloren. Die Nachkommen der in die freie Wildbahn Westeuropas eingeführten Tiere überschritten nämlich sehr bald die Körpermaße ihrer Eltern (KOENIG 1922; NEUMANN 1954; HECK briefl.), ein Phänomen, das auch von anderen Tierarten bekannt ist. Dafür gibt es verschiedene Erklärungen: Die aus Fernost importierten Tiere waren degeneriert, weil sie manchmal in Gattern in Dichten von einem Stück je Hektar gehalten wurden. Z.B. berichtet FILIPEK (1932), dass die Brunft in diesen Gattern später begann, un­regelmäßig wurde und die Wildbretgewichte zurückgingen. Während Hirsche aus der freien Wildbahn am Ussuri in der Feistzeit 120-125 kg wogen, brachten es Parkhirsche nur noch auf 65-75 kg. Bessere Lebensbedingungen in den Kolonien könnten dann wieder zu einer körperlichen Aufwärtsentwicklung geführt haben. Auch GEIST (1986) weist bei der Besiedlung neuer Gebiete auf ein schnelleres Körperwachstum der Kolonisten hin. Ebenso ist denkbar, dass aus fernöstlichen K-Strategen (Kapazitäts-Strategen) r-Strategen (Repro­duktions-Strategen) wurden, denn oft sind beide genetischen Typen in einer Population vertreten (STRASS 1990). Morphometrische Vergleiche werden damit natürlich fragwürdig.
 
Ob die Genetik Antworten auf die Frage nach den Unterarten geben kann, ist auch mit einem gewissen Fragezeichen zu versehen. Die kleinen Formen der in der freien Wildbahn Japans lebenden Sikas weisen eine diploide Chromosomenzahl von 2n=66 auf, während bei den größeren Formen auf Hokkaido und am Ussuri eine diploide Chromosomenzahl, wie beim Rotwild, von 2n=68 gefunden wurde (MAKINO 1966; WANG 1982; OMURA 1983; BARTOS 1991). Auf den ersten Blick ein relativ einfacher Weg der Identifizierung, wäre nicht bei fünf Stück Dybowskiwild aus dem Frankfurter Zoo (D) eine diploide Chromosomenzahl von 2n=66 festgestellt worden (HERZOG 1987). Letztlich ergeben sich für die Bestimmung der Genotypen in Westeuropa ähnliche Schwierigkeiten wie bei morphologischen Vergleichen: Weil schon unbekannt ist, welche Genotypen importiert wurden und meist auch nicht dokumentiert ist, welche Formen später eingekreuzt wurden, wird die Genetik auch manche Fragen unbeantwortet lassen müssen.
 
Aus der Sicht der Systematik ist die Situation letztlich ähnlich wie bei anderen jagdbaren Wildarten in Europa, die schon so oft und weitgehend "aufgeartet" sind, dass es dem Systematiker kaum mehr möglich ist, die ursprünglichen einheimischen Formen zu erkennen (NIETHAMMER 1963). Bei diesen Vorgaben macht es heute wenig Sinn, über die Zuordnung importierter Tiere zu vier bis 16 Unterarten zu diskutieren, zumal einige der ursprünglichen Rassen inzwischen ausgerottet sind. Aus der Sicht der Evolution muß die Erhaltung des Genpotentials der Ökotypen Priorität haben. Das sind Tiere, unabhängig ob es sich um reine Formen oder Hybriden handelt, die als nachwachsende Ressource optimal ihren sehr unterschiedlichen Lebensräume angepasst sind. Es wäre an der Zeit, die Systematik diesen Gegebenheiten anzupassen, und nicht umgekehrt, Tiere in eine Systematik zu pressen.
 
Realistisch wäre, was Praktiker und einige Zoologen schon früher taten, zwischen dem großwüchsigen hortuloiden Formen, die in Hokkaido und am Ussuri beheimatet sind und den kleine­ren nipponoiden Formen, die im übrigen Japan und in China le­ben, zu unterscheiden. Das fände seine Entsprechung beim europäischen Rothirsch, bei dem der elaphoide vom maraloiden Typ unterschieden wird (REULECKE 1988).
 
 
Literatur:
 
BARTOS, L. (1991): Sika/Red Deer Hybridisation - Recognition, Consequences and present Status.- in: Sika Cervus nippon Temminck, 1838; Kapitel 4.4; Internat. Gesellschaft Sikawild; Möhnesee 1.
 
CHEN, Z-Y. (1991): Sikawild in der chinesischen Medizin.- in: Sika Cervus nippon Temminck, 1838; Kapitel 16; Internat. Gesellschaft Sikawild; Möhnesee 1.
 
DAVIDSON, M.M. (1990): New Zealand.- in: Sika Cervus nippon Temminck, 1838; Kapitel 2.2-NZ; Internat. Gesellschaft Sikawild; Möhnesee 1. FELDHAMER,G. (1980); Cervus nippon.- The American Society of Mammalogists; Mammalian Species; Nr.8; 1-7.
 
FILIPEK, K. (1932): Dybowskihirsche.- Wild u.Hund;37.Jahrg.Nr.12,13. GEIST, V. (1986): On speciation in Ice Age mammals, with special reference to cervids and caprids.- The University of Calgary, Faculty of Envi­ronmental Design, Calgary, Alta., Canada T2N IN4; Received May 28, 1986.
 
GLOVER, R. (1955): The plight of the Chinese Sikas. - Oryx, 3.1; S. 19-24.
 
2.2 GLOVER, R. (1956): Notes on the Sika Deer.- Journal of Mamalogy, Vol. 37, No.l, S.101.
 
GROVES, C.P., C. SMEENK (1978): On the Type Material of Cervus nippon Tem­minck, 1836; with a Revision of Sika Deer from the Main Japanese Is­lands.- Zoologische Mededelingen; Rijksmuseum von Natuurlijke Histo­rie te Leiden; Deel 53; No.2; 22.06.1978.
 
HARRINGTON, R. (1974): The hybridization of red and sika deer in Northern Ireland.- Irish.Forest.J.; Vol. 3; 1, No.2, p. 2-3.
 
-,- (1980): Exotic deer in Irland.- in: The introduction of Exotic Species - advantages and problems. Proceedings of a symposium 4.-5.Jan.1979. Royal Irish Academy.
 
HEPTNER, NASIMOWIV, BAMIKOV (1966): Die Säugetiere der Sowjetunion. - Ver­lag: VEB, Gustav Finker, 1966, Jena.
 
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